Foto: D. Matschull

Rowe Racing bedankt sich bei den Sportwarten


Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten, 9 Sekunden


Den 5. Lauf der VLN – das ROWE 6 Stunden ADAC Ruhr-Pokal-Rennen – wird man in St Ingbert so schnell nicht vergessen. Sollte das VLN-Highlight doch auch ein Highlight für das Rennteam des Schmierstoffherstellers und Namensgebers des Rennens werden.

Foto: D. Matschull

Sechs Runden lang sah alles nach einem Triumph für ROWE-Racing aus. Philipp Eng übernahm die Führung des Feldes bereits in der ersten Runde und konnte sich über die Distanz auch mehrere Sekunden absetzen. Unbestritten, die Leistungsstärke der einzelnen Teams und Fahrzeuge lag bei diesem Lauf extrem nah beieinander. In der sechsten Runde dann kam der Funkspruch, den sich kein Team und Fahrer bei einem solchen Rennen wünscht: Unfall!

Im Bereich Flugplatz im Anflug Richtung Schwedenkreuz verschätzte sich Eng beim Überholvorgang eines KTM X-Bow und musste ins Grüne ausweichen. Nach den Regenfällen der vergangenen Tage waren die Grünstreifen abseits des Asphalts besonders rutschig und der Österreicher verlor die Kontrolle über sein Fahrzeug. Das Ergebnis waren mehrere Einschläge in die Leitplanken. Gott sei Dank sind alle Beteiligten wohlauf und niemandem ist ernsthaft etwas passiert. Für ROWE-Racing besonders bitter ist jedoch, dass der BMW M6 GT3 mit der Nummer 99 am Folgewochenende am Hungaroring in Ungarn beim Sprintcup der Blancpain GT Series eingesetzt werden sollte. Bei allem Zauberwerk, welches Mechaniker verrichten können, war es jedoch unmöglich das Fahrzeug in einen rennähnlichen Zustand zu versetzen. Die Pfälzer sahen sich demnach gezwungen den 6er BMW zurückzuziehen.

Naundorf: unverständliche Aktion des KTM X-Bow

Hans-Peter Naundorf, Teamchef ROWE RACING: „Das Wichtigste am heutigen Tag ist, dass Philipp Eng nichts schlimmes passiert ist und er wohl nicht mehr als einen steifen Nacken und einige Blutergüsse davontragen wird. Der Aufprall gegen die Leitplanke war schon sehr heftig, an dieser Stelle der Strecke liegt das Tempo bei rund 230 km/h. Diese unverständliche Aktion des zu überrundenden KTM X-Bow hätte noch viel schlimmere Folgen als nur ein stark demoliertes Auto haben können. Natürlich ist es bitter, ausgerechnet in unserem Heimrennen in Führung liegend so früh und auf diese Weise auszuscheiden. Mit unserer Performance bis zu diesem Zwischenfall hatten wir deutlich gezeigt, dass wir sicher wie geplant um den Sieg hätten kämpfen können. Mit dem Auftritt unseres BMW M4 GT4 sind wir sehr zufrieden. Bis auf ein kleines Problem mit dem Antriebsstrang zu Beginn, das durch einen Pfennigartikel ausgelöst worden war, hat das Auto sehr gut funktioniert. Und um solche Kleinigkeiten auszusortieren, sind solche Einsätze ja gedacht.“

Foto: D. Matschull
Dennoch ist es für ROWE-Racing selbstverständlich, sich bei den Marschalls und Sportwarten zu bedanken.“Erstmal wollen wir uns bei den Sportwarten persönlich bedanken. Einige haben an dem Unfallfahrzeug ausgeharrt bis wir das Fahrzeug gegen 18.30 Uhr selber abschleppen konnten und haben dabei sogar noch mitgeholfen! Wir werden den Sportwarten noch ein paar typische „Motorsport Memorabilien“ zukommen lassen und die Sportwarte welche uns besuchen wollen / können, führen wir durch die Firma und sie bekommen eine Einweisung in die Rennfahrzeuge.“ teilt Naundorf auf Anfrage der LSR-Freun.de mit.

Dieser Beitrag wurde von verfasst.

Michael Brückner ist seit Jahren begeisterter Motorsportfan und Fotograf. Außerdem sammelt er wissbegierig allerlei Informationen und arbeitet diese dann auf. Warum also nicht alles unter einen Hut bringen und der Welt zur Verfügung stellen. So entstand LSR-Freun.de. Neben der fotografischen und redaktionellen Arbeit kümmert sich Michael auch um die technischen Aspekte des Internetauftritts.
Kategorie: NewsSchlagwörter: