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Foto: Pierre BARRAU - ACO

Rally statt Prototypen – Peugeots Statement zur kommenden WEC

Die Fans der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft müssen jetzt stark sein. In einer heute veröffentlichten Pressemeldung nimmt der ACO die Entscheidung von Peugeot über die motorsportliche Zukunft zähneknirschend hin.

Foto: Pierre BARRAU – ACO
So gibt der Automobile Club de l’Quest am heutigen Abend bekannt, dass das Interesse des französischen Fahrzeugherstellers Peugeot an einer Teilnahme an Le Mans 2018 oder einem Start in der WEC 2018/19 eher gen Null geht. „Der ACO hat von der Entscheidung Peugeots erfahren, das Engagement in einer anderen Rennserie als der Langstrecke intensivieren zu wollen. Das können wir nur akzeptieren.“ Die Löwen haben nur wenige Stunden vorher bekannt gegeben, dass man sich in der kommenden Saison und darüber hinaus verstärkt in der Rallycross WM präsentieren wolle – mit dem Ziel, zusammen mit Sebastian Loeb 2018 den WM-Titel einzufahren.

Der ACO sieht sich in dieser Situation in der zweiten Reihe stehend, zeigt allerdings nach wie vor Interesse an einem Einstieg der Franzosen. „Wir können in den kommenden Jahren ein Treffen arrangieren, um Peugeot zu zeigen, welches Interesse an unserer Motorsport-Disziplin besteht.“ Der nordfranzösische Automobilclub könne so auch zeigen, wie es um das Ziel der Kostenreduzierung steht. „Andere Hersteller und Teams, die mit uns daran arbeiten, werden es ihnen beweisen“, heißt es im ACO-Statement weiter.


„Unsere Strategie sieht vor, eine Spitzenklasse aufzubauen, deren Budgets viel geringer sind als die der vergangenen Jahre. Die Kosten sind aus dem Ruder gelaufen, wie das in der Vergangenheit schon so oft passiert ist, wenn mehrere Hersteller involviert waren. Wir werden uns mit einer konstruktiven Herangehensweise diesem natürlichen Kreislauf anpassen und die entsprechenden Maßnahmen ergreifen.“

Nach dem Ausstieg der VW-Tochter Audi Ende 2016 intesivierte der ACO die Gespräche mit Peugeot und anderen Herstellern, weil man offensichtlich die brennende Lunte roch. Denn Mitte 2017 ließ die Konzernschwester Porsche im Zuge des VW-Diesesskandales die nächste Bombe platzen und beendet zum Saisonende 2017 sein Engagement in der Prototypenklasse der WEC. Ob und wie Toyota – als bisher einzig verbleibender Hersteller – sein Prototypenprogramm fortsetzen will oder wird, geben die Japaner Ende Oktober bekannt.

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Michael Brückner ist seit Jahren begeisterter Motorsportfan und Fotograf. Außerdem sammelt er wissbegierig allerlei Informationen und arbeitet diese dann auf. Warum also nicht alles unter einen Hut bringen und der Welt zur Verfügung stellen. So entstand LSR-Freun.de. Neben der fotografischen und redaktionellen Arbeit kümmert sich Michael auch um die technischen Aspekte des Internetauftritts.
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