Bereits zum dritten Mal in Folge wird die Mannschaft aus Wiesemscheid am Mt. Panorama in Bathurst zum legendären 12h-Rennen antreten und damit den Sieg der GT4-Klasse des vergangenen Jahres verteidigen.

Damit hat das Team eine der weitesten Anreisen des gesamten Starterfelds hinter sich zu bringen. Insgesamt 16.500km wird die Mannschaft zum dritten Mal in Folge zurücklegen, ehe man am 04. Februar 2018 zum LIQUI-MOLY 12h-Rennen von Bathurst antreten wird. Antreten wird das Erfolgsteam mit dem internationalen Fahrertrio Jörg Viebahn (D), Max Braams (NL) und Marco Schelp (NZ).

„Unser GT4-Cayman ist jetzt ausgereift. Das Auto ist schnell und zuverlässig. Sollten wir noch einen weiteren schnellen Piloten finden, werden wir das 12h Rennen mit einem Fahrerquartett angehen. Ansonsten genießen die drei registrierten Fahrer unser volles Vertrauen.“ bestätigt Teammanager Chris Esser. „Die Organisation ist für uns sehr zeitaufwendig. Aber der Nervenkitzel des Rennens am anderen Ende der Welt ist immens. Und soweit muss ich sagen, die Mühen haben sich schon immer gelohnt.“

30 Jahre arbeitete das Team an dem Traum, in Australien Motorsport zu betreiben. Während man sich in den ersten Jahren rein auf deutsche und europ. Strecken konzentrierte, sollte der Traum 2016 Wirklichkeit werden. „Anfangs waren wir damit beschäftigt, das Team aufzubauen und hauptsächlich auf deutschen Rennstrecken zu fahren. Erst im Jahr 2016, als die GT4-Klasse in Bathurst angekündigt wurde, hatten wir ein passendes Fahrzeug für das australische Abenteuer.“

Zum ersten Antritt in Bathurst 2016 wechselten sich die Deutschen Florian Hamprecht und Jörg Viebahn mit dem Briten Adam Christodoulou und dem Belgier Nico Verdonck am Steuer ab. „Leider lief das Rennen nicht so, wie wir es uns vorgestellt hatten – aber die Reise nach Australien hat sich auf jeden Fall gelohnt“, sagte Esser, nachdem das Team nach vier Stunden wegen eines Unfalls ausgefallen war.

Das Wochenende war schon eine Herausforderung – vor dem Qualifying sollte eine neue Software für die Übertragung installiert werden. Danach kollabierte der Bordcomputer jedoch. Statt zum Training auf die Rennstrecke zu fahren, wurde der Porsche nach Sydney gebracht, um im Notfall wiederbelebt zu werden. Dank einer Datenübertragung aus Stuttgart lief der Cayman wieder, wenn auch mit weniger Strom.

Die Geschichte des Rennens, die vom letzten Startplatz aus begann, wird kurz erzählt:
Verdonck schaffte es schnell in die Top 30 mit einem frühen Doppelstint. Anschließend setzte Hamprecht den Vordrang fort und zum Zeitpunkt des Scheiterns, nach vier Stunden, war der Porsche bereits auf dem 20. Platz in der Gesamtwertung und Zweiter in der Klasse. Doch in der 92. Runde rutschte Hamprecht in der letzten Kurve nach hinten in die Mauer. „Das Auto war nicht mehr zu reparieren. Das Rennen jedoch hat riesigen Spaß gemacht. Die australischen Rennfans und die Atmosphäre war wirklich großartig.“

Ein Jahr später – 2017 – reiste PROsport mit zwei Porsche Cayman PRO4 nach Bathurst. Am Ende gab es fast nur fröhliche Gesichter. Jörg Viebahn (Deutschland), Max Braams (Niederlande), Nicolaj Møller Madsen (Dänemark) und Harrison Jones (Australien) gewannen die GT4-Klasse und belegten einen starken 23. Platz in der Gesamtwertung.

PROsport Performance entwickelte sich während des gesamten Rennwochenendes gut. Der Cayman gehörte in allen Trainings zu den Schnellsten in der Klasse, obwohl es kurz vor dem Qualifying Probleme gab. Nachdem das Tanksystem in der Garage repariert werden musste, wurde der Porsche vor dem Qualifying zu spät getankt. Die Rundenzeiten wurden daher gelöscht. Viebahn, Braams, Møller Madsen und Jones mussten vom letzten Startplatz ins Rennen gehen, kämpften sich aber schnell in der Klasse nach vorne. Dann gab es ein hartes, aber faires Duell mit einem KTM X-Bow GT4 während des Rennens, bei dem das Fahrerquartett mehrfach die Führung übernahm.

Erst als der KTM zwei Stunden vor dem Ende mit technischen Problemen zurückfiel, konnte der PRO-Sport Cayman schließlich mit drei Runden Vorsprung ins Ziel fahren. Der zweite Porsche Cayman PRO4 von Charles Putman, Charles Espenlaub, Joe Foster und Andy Pilgrim (alle USA) zeigte ebenfalls eine gute Leistung, allerdings nur bis zum Qualifying. Im freien Training konnte das Quartett mit den Zeiten des Wettbewerbs mithalten. Nach einem Einschlag im Qualifying wurde der Cayman aus Sicherheitsgründen jedoch zurückgezogen.

„Es ist uns sehr wichtig, der amtierende GT4-Europameister zu sein und hier im internationalen Wettbewerb zu gewinnen“, sagte Esser. „Das Team und die Fahrer haben sich gut geschlagen, nach einem harten Rennen die Nerven behalten und am Ende verdient gewonnen.“

Das 12h-Rennen von Bathurst wird am 04. Februar 2018 ausgetragen. Bereits am 02. Februar werden die Teams zum freien Training und mehreren Qualifikationsläufen den australischen Asphalt am Mt. Panorama befahren.

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Dieser Beitrag wurde von verfasst.

Michael Brückner ist seit Jahren begeisterter Motorsportfan und Fotograf. Außerdem sammelt er wissbegierig allerlei Informationen und arbeitet diese dann auf. Warum also nicht alles unter einen Hut bringen und der Welt zur Verfügung stellen. So entstand LSR-Freun.de. Neben der fotografischen und redaktionellen Arbeit kümmert sich Michael auch um die technischen Aspekte des Internetauftritts.
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