Plant Lamborghini ein eigenes DPi-Programm für die IMSA-Weathertech Meisterschaft?


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Kommen Sie oder kommen Sie nicht? – Immer wieder kocht die Gerüchteküche um Lamborghinis DPI-Programm hoch. Lamborghini-Motorsportchef Giorgio Sanna räumt nun mit den Gerüchten auf.
„Ich habe schon mehrere Male erwähnt, dass ich das Prinzip DPi mag. Ich mag die Idee, das Konzept und die Vision der IMSA – diese Korrelation der Rennprototypen mit der DNA der Straßenfahrzeuge.“ wird der Italiener im Interview mit sportscar365 zitiert. „Aber im Moment können wir diese Anstrengungen nicht leisten. Wir müssen uns Schritt für Schritt bewegen, jedoch dürfen wir uns auch niemals vor der Zukunft verstecken.“ setzt Sanna fort.

„Im Moment liegt unser Fokus bei den GT-Rennen, weil es auch im Einklang mit unserer Produktstrategie steht.“

Entsprechend erteilte der Motorsportchef dem DPi-Programm vorerst eine Absage – zumindest für die nächsten zwei Jahre – wenn auch man immer wieder sondiere, wie sich der Markt entwickelt. Sanna ließ aber auch durchblicken, dass man als nächsten logischen Schritt erst einmal eine Expansion in das GTE-Programm der verschiedenen Rennserien (IMSA/WEC) betrachte. Jedoch wurde auch hier noch keine endgültige Entscheidung getroffen.

Auch Lamborghini-Chef Stefano Domenicali äußerte sich bereits vor einigen Wochen zu dem Thema. Aktuell gäbe es „noch keinen Druck, ein GTE-Programm auf die Beine stellen zu müssen“. Die jüngsten Entwicklungen im LMP1-Programm der WEC scheinen hier ebenfalls von Interesse der Italiener zu sein. Wie das auszulegen ist, bleibt erstmal abzuwarten.

„Wir bewerten weiterhin das volle Radar des Motorsports“, sagte Sanna weiter. „In den letzten Tagen haben wir viel Neues gesehen und erlebt.“ „Wie ich schon oft gesagt habe, werden wir die vielen Möglichkeiten ernsthaft beurteilen.“

Aktuell liegen die Interessen von Lamborghini-Motorsport also auf dem GT3-Kundensportprogramm. „Wir haben hier keine Eile, da wir die eigentliche Plattform weiterhin beobachten müssen, wie gut sie funktioniert. Wir sind ehrgeizig und ich hoffe, dass es in der Zukunft einige Neuigkeiten [zum GTE-Programm] geben wird.“ Im Moment stehen einige Vorschläge und Ideen im Mutterkonzern Volkswagen zur Vorlage. Endgültige Entscheidungen werden hier jedoch vorerst auf sich warten lassen, da Volkswagen aktuell zu sehr mit dem Dieselskandal und den Kartellvorwürfen beschäftigt ist. Entsprechend scheint auch ein mögliches Bentley-DPi-Programm vorerst auf Eis zu liegen. Im Zuge der bekanntgewordenen Skandale des Mutterkonzerns Volkswagen und der dazugehörigen Tochterunternehmen Audi und Porsche, wurden in den vergangenen Monaten zusehends verschiedenste Motorsportaktivitäten auf den Prüfstand gestellt. Volkswagen selbst benendete entsprechend sein WRC-Engagement, während sich Audi bereits 2016 aus der WEC verabschiedete. Porsche folgt der Konzernschwester zum Saisonende 2017 und beendet das LMP1-Programm der Langstreckenweltmeisterschaft WEC.

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Michael Brückner ist seit Jahren begeisterter Motorsportfan und Fotograf. Außerdem sammelt er wissbegierig allerlei Informationen und arbeitet diese dann auf. Warum also nicht alles unter einen Hut bringen und der Welt zur Verfügung stellen. So entstand LSR-Freun.de. Neben der fotografischen und redaktionellen Arbeit kümmert sich Michael auch um die technischen Aspekte des Internetauftritts.
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