Paukenschlag: Frikadelli sagt VLN und das ADAC-Zurich 24h-Rennen ab

Damit hat wohl keiner gerechnet, geahnt hat man es aber schon bei den letzten beiden VLN-Läufen. Hintergrund dieser Entscheidung: eine Anpassung der Balance of Performance, welche das Neunelfer-Gespann aus Barweiler benachteiligt.

Porsche 991 GT3R - MSC Adenau e.V. "Frikadelli Racing"

Frikadelli Racing hat den Entschluss gefasst, vorerst bei keinem der Langstreckenläufe am Nürburgring teilzunehmen. Dazu zählt neben den VLN-Läufen auch das Jahreshighlight, das ADAC-Zurich 24h-Rennen.

In einer Pressemitteilung kündigt Frikadelli am Dienstag Nachmittag an, aufgrund einer Überarbeitung der Balance of Performance vorerst kein Rennen auf der Nordschleife mehr bestreiten zu wollen.

„Der Höchstgeschwindigkeitsüberschuss und Rundenzeitenvorteil der anderen Marken ist so deutlich, dass es für uns keinen Sinn mehr macht, mit unserem GT3 R weiter anzutreten“, begründet Teamchef Klaus Abbelen die Entscheidung. „Wir bestreiten keine Rennen, um das Starterfeld aufzufüllen. Wir nehmen nur teil, wenn uns die Gelegenheit gegeben wird, auf Augenhöhe mit anderen GT3-Fahrzeugen um ein gutes Resultat zu kämpfen.“




Nach einem enttäuschenden 16. Platz im 2. VLN-Lauf und einem noch enttäuschenderem 23. Platz im 1. Lauf, sieht Klaus Abbelen – der bis zum Schluss für eine Teilnahme kämpfte – keine Chance für die schnellste Frikadelle der Welt, auch nur annähernd um eine Spitzenposition mitstreiten zu können. „Im vergangenen Jahr haben wir den 24-Stunden-Klassiker lange Zeit angeführt. In dieser Saison wissen wir schon jetzt, dass dies unter den aktuellen Bedingungen allenfalls illusorisch ist.“ Weiter schimpft Klaus Abbelen:“So macht das keinen Spaß – weder uns noch unseren zahlreichen Fans, die uns entlang der Strecke, vor dem Fernsehbildschirm oder über die verschiedenen Social-Media-Kanäle verfolgen. Unter den gegebenen Voraussetzungen sehen wir keine andere Möglichkeit, als schweren Herzens auf einen Start mit dem Porsche zu verzichten.“

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