Foto: Keanu Buschmann

N24h: Turbulentes 24h-Rennen für das TJ-Racing-Team


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Das 24h-Rennen 2017 ist Geschichte. Das TJ-Racing-Team hat, wenn auch mit einigen Rückschlägen, sein Hauptziel erreicht.

Foto: Keanu Buschmann

Die ersten Leute vom Team reisten bereits am Montag an. Dienstag begann dann die eigentliche Arbeit. Im Fahrerlager wurde alles aufgebaut und die technische Abnahme wurde durchgeführt. Alles lief ohne Probleme. Am Mittwoch ging es für TJ-Racing nach Adenau zum Racing Day 2017. Bei der alljährlichen „Auftaktveranstaltung“ für das 24h Wochenende, wurde das Team von Patrick Simon interviewt, wodruch sie die Möglichkeit bekamen, das Fahrzeug und das Team ein bisschen vorzustellen.

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Donnerstags ging es dann los mit der Action auf der Strecke. Zuerst startete der Opel Kadett im 24h-Classics Qualifying, bei dem ein guter Platz im Mittelfeld der Gesamtklassements raussprang, dann gin es in das freie Training vom 24h-Rennen, wo alles ohne Probleme lief. An der #116 wurden lediglich noch ein paar arbeiten am Fahrwerk erledigt. Auch in der ersten Qualifying-Session lief alles gut. Alle konnten ihre Pflichtrunden abspulen und erste Erfahrungen in der Nacht sammeln. Im Adenauer Forst hatte die #116 ein kleines Missverständnis mit einem GT3-Fahrzeug, wodurch der Wagen dem Opel Calibra leicht aufs Heck fuhr. Hierbei entstand aber kein großer Schaden. Dadurch, dass die #117 etwas viel Öl verbrauchte wurde Nachts von den Mechanikern der Motor gewechselt. Die Jungs haben die ganze Nacht ohne Schlaf durchgeschraubt.

Am Freitag morgen wurde das zweiten Qualifying dafür genutzt, um den neuen Motor einzufahren. Hierfür ist die #117 ca. 15 Runden auf der GP-Strecke gefahren. Da bei der #116 am Donnerstag alles gut lief, hat das Team das Fahrzeug stehen gelassen. Ebenfalls am Freitag fand das Classic Rennen statt. Zu Beginn lief alles sehr gut. TJ-Racing war auf Platz 1 in der Klasse. Aufgrund eines Missgeschicks bei der Boxeneinfahrt, sind sie jedoch etwas zurückgefallen. Ein Motorschaden durch einen verschalter im Bereich Hatzenbach zwang sie aber letztendlich zur Aufgabe. Abends / Nachts haben die Jungs dann aus den beiden kaputten Motoren vorsichtshalber schon mal einen Motor gebaut.

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Samstag um 15:30 erfolgte der Start zum 24h-Rennnen. Es war herrlichster Sonnenschein und alle hatten ein gutes Gefühl für das Rennen. Durch die Hitze wurden bereits relativ früh die Fahrer gewechselt. In den alten Calibras gibt es ja keine Klimaanlage. Nach ca. zwei Rennstunden wurde die Fahrt der #116 durch einen Kupplungs und Getriebeschaden im Bereich Breidscheid gestoppt. Das Team fuhr mit einem Transporter herunter unter reparierte alles direkt an der Zufahrt in Adenau. Kurze Zeit später hatte die #117 einen Unfall im Bereich Kallenhard. Das Fahrzeug wurde ebenfalls an der Zufahrt Breidscheid Fahrbar gemacht um in die Box zu kommen. Dort wurden dann Vorder-, Hinterachse, Domlager, Antriebswellen und Motorhalten getauscht. In der Nacht gab es dann bei der #117 auch einen Getriebeschaden und einen defekten Stoßdämpfer im Bereich Adenauer Forst. Das Fahrzeug wurde auch im Bereich Breidscheid repariert. An der #116 ist am Morgen der Krümmer abgerissen, welcher neu geschweißt werden musste. Mittags gab es dann am selben Fahrzeug erneut einen Getriebeschaden. U.a. durch die Hilfe der Sportwarte gelang es aber, das Auto an die Box zu bringen. Trotz Rearaturversuchen ist man am Ende ohne den 2. und 3. Gang gefahren, damit man wenigstens die Zielflagge sieht. Nach 24 Stunden gelang es dem Team trotz aller Strapazen mit beiden Fahrzeugen über die Ziellinie zu fahren. Beide wurden aufgrund der langen Standzeiten zwar nicht gewertet aber es war zumindest ein kleiner Trost für die harte Arbeit das ganze Wochenende.

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Alles in allem hatte die gesamte Truppe viel Spaß und das Minimalziel (ankommen) wurde erreicht. Dennoch hatte sich das TJ-Racing-Team etwas mehr erhofft. Die Mechaniker haben das fast unmögliche möglich gemacht und einen riesen Job geleistet. Es waren alle zufrieden aber auch K.O. von dem Wochenende. Jeder war dennoch froh, dabei gewesen zu sein. Jetzt wird erst einmal alles ausgeladen und sich neu geordnet. Danach wird geschaut, wo und wann das TJ-Racing-Team wieder am Start sein wird.




Dieser Beitrag wurde von verfasst.

Mein Name ist Keanu Buschmann. Ich bin 20 Jahre alt und komme aus Leipzig. Geboren bin ich 1996 in Hamburg. Meine Liebe zum Motorsport begann schon sehr früh. Wann genau weiß ich nicht. Zum ersten mal an die Rennstrecke ging es für mich 2003. Es ging zur MotoGP an den Sachsenring. Seitdem wurde ich komplett in den Bann gezogen. Nach einigen Jahren am Sachsenring wurde es 2012 Zeit für etwas neues. Es ging für mich zum ersten mal an die Nürburgring Nordschleife und zur VLN: 2013 war ich dann zum ersten mal beim 24 Stunden Rennen am Nürburgring. Mittlerweile bin ich über das Jahr verteilt bei verschiedenen Serien an verschiedenen Strecken unterwegs. Meine Leidenschaft zum fotografieren begann ebenso im Jahre 2012. Seitdem ist meine Kamera mein treuester Begleiter an Rennstrecken und auf Reisen.
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