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N24h – Aktualisierung der Balance of Performance

Noch zwei Wochen sind es hin, bis zum Jahreshighlight in der Eifel – dem ADAC Zurich 24h Rennen am Nürburgring, vom 25. – 28 Mai 2017.

Die Veranstalter haben nun noch einmal einige Anpassungen in der Balance of Performance vorgenommen. Für einige Hersteller, speziell in der Spitzenklasse SP9 gibt es hier noch einmal enorme Einschnitte. So müssen der BMW M6 GT3, der Ferrari 488 GT3 und der Mercedes AMG GT3 noch einmal 10 kg Zusatzgewicht einpacken. Für den BMW heißt bedeutet die Zuladung, dass man jetzt 1345kg statt 1335kg Minimalgewicht durch die Eifel chauffiert. Der Ferrari wird 1295kg statt 1285kg auf die Waage bringen müssen. Für Mercedes bedeutet die Zuladung ein Mindestgewicht von ebenfalls 1345kg statt bisheriger 1335kg.

In der SP-X sind die Unterschiede noch gravierender. Während der Renault sogar 25kg abspecken darf und nur noch 1235 statt 1260kg auf die Waage bringen wird, muss der SCG003C 15kg draufpacken und wird 1325kg stemmen müssen, statt bisher 1310kg.

Auch beim Ladedruck und der zulässigen Maximalleistung muss BMW noch einmal einstecken. Für den M6 wurde der Ladedruck auf 1715mbar statt 1730mbar begrenzt. Beim Farrari hingegen machten die Veranstalter Zugeständnisse und gaben 1560mbar statt 1550mbar Ladedruck gegenüber dem Qualifikationsrennen verfügbar. So wurden der BMW M6 und der Ferarri 488 in der maximalen Leistung auf 515PS angeglichen. Auch der SCG003C musste beim Ladedruck Federn lassen. Während man beim Qualifikationsrennen mit 1850mbar maximalem Ladedruck durch die Eifel fuhr, wird man sich zum 24h-Rennen mit 1835mbar zufrieden geben müssen.

Nach oben in der maximalen Leistung auf dem Rollenprüfstand ging es dagegen für den Porsche GT3 R 991. Durch zwei 0,5mm größere (35,5mm vs. 35,00 mm) Restriktoren gewinnen die Zuffenhausener sagenhafte 5 PS hinzu.

In Kraftstofffüllmenge müssen dagegen fast alle Fahrzeuge der SP9 und SP-X Änderungen hinnehmen. Die SP10 bleibt davon weitgehend verschont.
Während man bei Audi (R8 LMS & R8 LMS ultra) einen Liter mehr einpacken darf, muss man bei BMW sogar auf 3 l (M6) bzw. 5l (Z4) Sprit verzichten. Dem AMG GT werden 2 l weniger gegönnt, bei Lamborghini verzichtet man auf 5l und bei Porsche auf 2 l. In der SP-X Werden dem Renault R.S.01 sogar 8 l weniger Treibstoff zugeteilt und dem SCG003C ziehen die Veranstalter 5 l ab.

Wir bleiben für euch am Ball, welche Änderungen hier noch auf sich warten lassen. Vorerst wird man bei BMW diesen Dämpfer irgendwie verarbeiten müssen. Denn trotz offensichtlicher Defizite gegenüber dem Gesamtfeld – manche möchten hier ja von Sandbagging sprechen – mussten die Münchner mit die größten Einschnitte hinnehmen.

Dieser Beitrag wurde von verfasst.

Michael Brückner ist seit Jahren begeisterter Motorsportfan und Fotograf. Außerdem sammelt er wissbegierig allerlei Informationen und arbeitet diese dann auf. Warum also nicht alles unter einen Hut bringen und der Welt zur Verfügung stellen. So entstand LSR-Freun.de. Neben der fotografischen und redaktionellen Arbeit kümmert sich Michael auch um die technischen Aspekte des Internetauftritts.
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