Foto: 2017 - Michael Brückner

N24h 2017 – rasanter Start in den Langstreckenklassiker


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Das Rennen ist gerade drei Stunden alt und geht schon gewaltig rund.

Foto: 2017 – Michael Brückner
Der Nürburgring lädt dieses Wochenende mit traumhaften Wetter zum 45. 24h-Rennen in die Eifel. Zuletzt meldeten die Meteologen vor 16 Jahren traumhaftes und durchgängig trockenes Wetter zum Rundlauf durch die Täler der Vulkaneifel.

Nach einer respektablen Pole Position für den Eigenbau-Boliden von James Glickenhaus sollte es jedoch noch einmal Anpassungen der Balance of Performance geben. Die BoP-Macher rund um Norbert Kreyer sahen sich im Zugzwang, nachdem allein fünf Audis in der Top10 gelandet sind. Das heißt für alle Audi R8 LMS eine Zuladung von 10 kg Zusatzgewicht. Alle R8 müssen nun 1.325 kg statt 1.315 kg auf die Waage bringen. Für alle anderen Fahrzeuge gibt es keine Änderungen.

hohe Ausfallquote in den ersten 3 Stunden

Ob das dem Wetter geschuldet ist, bleibt dabei unbeantwortet. Fest steht, große Sorgen bereiten den Teams die Reifen.. Vor allem aber Michelin-besohlte Fahrzeuge haben hier große Probleme. Wie sich das auf die Nachtfahrten auswirken wird, ist auch noch nicht sicher. Dem Lamborghini Huracan GT3 von Konrad Motorsport machte dabei eine andere Art von Hitze zu schaffen. Offensichtlich gibt es hier grundsätzlich ein technisches Problem, sodass die Fahrzeuge mit dem Emblem im Wappen bei Hitze schnell Feuer fangen. Wir erinnern uns an die 24h von Dubai und Daytona 2017 im Frühjahr.

Frühe Probleme meldete der 911er #12 von Manthey Racing. „Jaminet funkte uns, dass er Leistungsverlust hatte und unser Dashboard meldete uns ein Elektronikproblem!“. Ob dieser Leistungsverlust dabei zu dem folgenden Einschlag führte ist unbekannt.

Neben Reifenproblemen scheint aber auch die Konzentration bei der Hitze ein großes Problem zu sein. Nach einer eher entspannten Anfangsphase sorgten bereits in den ersten drei Stunden mehrere Unfälle für Aufsehen, die offensichtlich der Konzentration geschuldet sind.

Auch für den Gigaspeed GetSpeed Performance 911er ist früh Schluss. Nach einer Collision mit einem Renault Clio (#118) und einem folgenden Einschlag in die Leitplanke blieb dem Piloten nichts anderes übrig, als das Fahrzeug stehen zu lassen.

Aus ist es auch für den Mercedes-AMG GT3 #3 von Black Falcon nach den ersten drei Stunden. Nach einem Auffahrunfall musste Thomas Jäger das Fahrzeug abstellen: „Die Kollision ist in der NGK-Schikane passiert. Die Nr. 704 ist bei Gelb voll in die Eisen gegangen und da konnte ich nicht mehr ausweichen. Jetzt ist das Auto kaputt.“

Die Nummer 81 – Der BMW E46 M3 von Hofor Racing hatte wohl Glück im Unglück. Nach einer Berührung mit einem Cayman drehte das Fahrzeug zwar, konnte jedoch weiterfahren. Ein Reifenschaden und eine etwas verbogene Spur sind das Resultat, kann jedoch sicherlich schnell wieder repariert werden.

Glück im Unglück auch für den Puplikumsliebling, der Manta. Nach einem Einschlag aufgrund Platzmangels kämpfte sich Peter Hass zurück in die Box, wo der Manta mit etwas ungewöhlichen Mitteln – einem Vorschlaghammer repariert wurde. „Ich wollte schnelleren Autos Platz machen und bin dabei zu weit rechts in den Dreck geraten und dann abgeflogen. Wir müssen das Auto wieder flott bekommen. Wir müssen nur sehend, wie sehr die Vorderachse beschädigt ist.“, so Peter Hass, kurz nach Ankunft in der Box.

Stimmen der Fahrer vor dem Rennen

Norbert Siedler – Frikadelli Racing Porsche 911 GT3 #31
„Ich freu mich auf das Rennen. Einzig die Hitze macht uns Sorgen. Die Reifen sind dieses Jahr nicht gut. Deswegen hat es leider nur für Platz

Bernd Küpper – Hofor Racing / Kuepperracing BMW E46 M3 CSL #81
„Die Hitze ist dieses Jahr unglaublich. Unsere Autos sind jedoch gut vorbereitet. Denen macht die Hitze nichts aus. Schwächtes Glied in der Kette sind die Fahrer. Deswegen

Jens Klingmann – Schubert Motorsport BMW M6 GT3 #19
„Die Reifen bereiten uns große Sorgen. Trotz allem ist das Auto gut und Schubert hat hervorragende Arbeit geleistet. Wir hoffen, dass wir gut durch die Nacht kommen. Unsere Chancen, vorne dabei zu sein stehen jedoch gut.“

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Michael Brückner ist seit Jahren begeisterter Motorsportfan und Fotograf. Außerdem sammelt er wissbegierig allerlei Informationen und arbeitet diese dann auf. Warum also nicht alles unter einen Hut bringen und der Welt zur Verfügung stellen. So entstand LSR-Freun.de. Neben der fotografischen und redaktionellen Arbeit kümmert sich Michael auch um die technischen Aspekte des Internetauftritts.
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