© 2017 Daimler AG

N24h 2017 – Die Titelverteidiger melden sich zu Wort


Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten, 48 Sekunden


Die Vorjahressieger Adam Christodoulou, Maro Engel und Manuel Metzger versuchen, ihren Titel dieses Jahr zusammen mit Yelmer Buurman zu verteidigen.

© 2017 Daimler AG
Das Jahreshighlight am Nürburgring steht mit scharrenden Hufen vor der Tür. Die Spannung steigt ins Unermessliche. Wie jedes Jahr, so liegt auch dieses Mal die Messlatte wieder eine Handbreit über dem Vorjahresrennen. Die drei Mercedes-Werkspiloten haben dazu in einem Interview Stellung genommen, was sie sich vom 45. ADAC-Zurich 24h-Rennen versprechen und erhoffen.

Adam Christodoulou: Für mich sind die 24-Stunden auf dem Nürburgring das größte und beste Autorennen der Welt. Ich kann es kaum erwarten, in diesem Jahr mit der Startnummer „1“ auf dem Rennwagen erneut zusammen mit Maro, Manuel und dieses Jahr noch Yelmer zu starten. Ich habe immer noch Gänsehaut, wenn ich an unseren Sieg vom letzten Jahr denke. Die Führung in der letzten Runde zu holen, machte das Ganze noch einmal unglaublicher. Alle, das gesamte Team, meine Fahrerkollegen und die Ingenieure, sind durchgedreht als wir die Ziellinie als Sieger überquert haben. Die Herausforderung ist dieses Jahr umso größer, zum einen mit dem Erfolg aus dem Vorjahr und zum anderen, dass die Ergebnisse in den ersten VLN-Läufen nicht so perfekt waren wie vergangenes Jahr. Dort konnten wir von Anfang an auf das Podium fahren. 2017 gibt es bezüglich im Reglement einige Neuerungen – auch an unserem Mercedes-AMG GT3, sei es bei den Reifen oder der Aerodynamik, weswegen wir noch nicht die erwartete Leistung abrufen konnten. Bei den bisherigen Saisonrennen der VLN haben wir uns aber ausgiebig mit der Vorbereitung und dem Setup beschäftigt, um ein optimales Paket für das Saisonhighlight Ende Mai zu schnüren.

Maro Engel: Es war mein Kindheitstraum, das 24-Stunden-Rennen zu gewinnen. Einen besonderen Stellenwert hat das Rennen für mich, weil ich es mit Bernd Schneider als Teamkollegen gewonnen habe. Er hat mir als Kind schon auf der Kartstrecke die Ideallinie gezeigt. Mit ihm auf dem Siegerpodest zu stehen, war etwas ganz Besonderes. Wenn ich die Bilder sehe, kommen nach wie vor die Emotionen hoch: Erst die Pole Position, dann das Rennen mit diesem Finale und am Schluss den Siegerpokal in die Luft zu strecken – das war einzigartig. Beim härtesten Autorennen der Welt gibt es auch 2017 eine große Konkurrenz. Unglaublich, was da am Start steht – so viele Hersteller, so viele Werksfahrer. Der Kampf wird auch dieses Jahr extrem und ich denke, dass die Konkurrenten so entschlossen wie nie sind, nach unserem Vierfachsieg von 2016 zurückzuschlagen. Aber wir sind auch wieder sehr gut gerüstet: mit einem sehr starken Auto, tollen Teams und einem sehr starken Fahrerkader. Ich bin auch dieses Jahr wieder auf zwei Autos am Start. Das ist eine zusätzliche Herausforderung und eine spannende Aufgabe. Meine Teamkollegen machen mir das aber auch leicht, weil sie sehr professionell arbeiten und mich toll unterstützen. Es bleibt auch 2017 dabei: Es geht darum, das schwierigste Rennen der Welt zu gewinnen.

Manuel Metzger: Der Wettbewerb wird wohl noch einmal enger als in den vergangenen Jahren. Porsche hat bei den bisherigen VLN-Rennen einen starken Eindruck gemacht und auch von den BMW-Teams wissen wir, dass sie stark sind. Sie werden genauso auf Augenhöhe sein, wie die Audi-Teams. Ich rechne mit einem spannenden Vierkampf zwischen uns und diesen drei Mitbewerbern. Aber auch Bentley darf man nicht unterschätzen, es dürfte also ein sehr enger Fight werden. Die Anpassungen im Reglement bedeuten für uns, dass wir ein neues Setup finden müssen. Wir müssen uns alle an die neue Fahrzeughöhe gewöhnen, herausfinden, wie der geänderte Flügel funktioniert und verstehen, wie die neuen Reifen arbeiten. Bei den ersten Runden auf der Nordschleife in diesem Jahr konnte man kaum einschätzen, wie sich das Auto verhalten würde. Wir hatten aber mit den VLN-Läufen und dem Qualifikationsrennen genügend Gelegenheiten, uns an diese Neuerungen zu gewöhnen. Jetzt freue ich mich riesig, in diesem Jahr mit der Nummer „1“ auf dem Auto und einer fast unveränderten Fahrerbesetzung anzutreten. Wir haben ein starkes Team und wollen wieder angreifen.
(© 2017 Mercedes Benz – Presseabteilung)

Dieser Beitrag wurde von verfasst.

Michael Brückner ist seit Jahren begeisterter Motorsportfan und Fotograf. Außerdem sammelt er wissbegierig allerlei Informationen und arbeitet diese dann auf. Warum also nicht alles unter einen Hut bringen und der Welt zur Verfügung stellen. So entstand LSR-Freun.de. Neben der fotografischen und redaktionellen Arbeit kümmert sich Michael auch um die technischen Aspekte des Internetauftritts.
Kategorie: NewsSchlagwörter: