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Mercedes AMG Customer Racing distanziert sich von Zakspeed

Im Rahmen des vorletzten Laufes der ADAC GT Masters wurde das Zakspeed-Team aus dem rheinland-pfälzischen Niederzissen wegen eines Reglement-Verstosses nachträglich disqualifiziert.

Grund dafür war eine nicht der GT3 Homologation entsprechende Nockenwelleneinstellung, welche man in einer Stellungnahme von Zakspeed wenige Tage später dem Hersteller in die Schuhe schob.

Peter Zakowski, Teamchef Mercedes-AMG Team Zakspeed: „Laut DMSB entsprach der Verstellbereich der Nockenwellen nicht dem Homologationsstand des Fahrzeugs. Da wir als Kundenteam keinen Zugriff auf diese Daten haben, haben wir unmittelbar externen Sachverstand eingeholt. Dieser bestätigte die Aussage des DMSB, was uns letztlich dazu bewegte, die Berufung zurückzuziehen. Das Ergebnis vom Sachsenring ist somit endgültig und im Sinne des Sports kann in Hockenheim ein Meister gekrönt werden. Außerdem möchten wir unseren Start beim Finale nicht gefährden. Es tut mir sehr für unsere Fans und Partner leid, dass die Erinnerung an unseren ersten Doppelsieg auf diese Art einen faden Beigeschmack erhält. Wieso dieser Fall eintreten konnte, müssen wir nun mit dem Hersteller klären.“

Nun bezieht Mercedes AMG Customer Racing dazu und wählt gleichzeitig einen sehr drastischen Schritt.

Mercedes-AMG Customer Racing distanziert sich von den Umständen, die am vergangenen Wochenende zur Disqualifikation des Team Zakspeed beim ADAC GT Masters am Sachsenring geführt haben. Zu keiner Zeit war Mercedes-AMG, oder auch die von uns beauftragten Ingenieure der HWA AG, in die zur Disqualifikation führenden technischen Änderungen involviert.

Die nicht der GT3 Homologation entsprechende Nockenwelleneinstellung, welche vom DMSB im Rahmen der ADAC GT Masters Veranstaltung am Sachsenring an den beiden Mercedes-AMG GT3 des Team Zakspeed festgestellt wurde, ist Resultat eines veränderten Motorkennfeldes.

Wie diese modifizierten Kennfelder auf die beiden Motorsteuergeräte der Fahrzeuge des Teams Zakspeed gelangen konnten, ist für Mercedes-AMG nicht nachvollziehbar und wird aktuell vom DMSB im Detail untersucht. Der Hinweis an die Technischen Kommissare des DMSB über eine mögliche, nicht homologationskonforme Modifikation an den beiden Mercedes-AMG GT3 des Team Zakspeeds erfolgte direkt von Mercedes-AMG Customer Racing, beziehungsweise über die beauftragten Ingenieure der HWA AG.

Zur Aufklärung dieses bedauerlichen Vorfalls kooperiert Mercedes-AMG Customer Racing vollumfänglich mit dem DMSB. Zudem wurde das Vertragsverhältnis zwischen Mercedes-AMG und dem Team Zakspeed mit sofortiger Wirkung aufgelöst.

Die Mannschaft aus Niderzissen dürfte dieser Schritt besonders hart treffen. Denn bereits in der VLN schied man aus, da man den gegenwärtig eingesetzten Nissan GT-R Nismo GT3 nicht mehr konkurrenzfähig durch die Rennserie bewegen konnte. Mit dem Mercedes-AMG GT3 bestritt das Team zuletzt die ADAC-GT-Masters, aber auch den Endurance Cup der Blancpain GT Series. Eine bisherige Reaktion des Teams blieb bisher aus.

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Michael Brückner ist seit Jahren begeisterter Motorsportfan und Fotograf. Außerdem sammelt er wissbegierig allerlei Informationen und arbeitet diese dann auf. Warum also nicht alles unter einen Hut bringen und der Welt zur Verfügung stellen. So entstand LSR-Freun.de. Neben der fotografischen und redaktionellen Arbeit kümmert sich Michael auch um die technischen Aspekte des Internetauftritts.
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