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I-PACE ETROPHY: Jaguar meldet sich 2018 mit einer eigenen e-Sport Rennserie zurück

Jaguar und Motorsport – das wollte in den vergangenen Jahren nicht so recht zusammenpassen. Nach dem letzten Platz in der Premierensaison 2016 in der Formel E blasen die Briten nun zum Angriff.

Zugegeben, die sportlichen Erfolge von Jaguar Motorsport ließen sich in den vergangenen Jahren an einer Hand abzählen. Die Straßenfahrzeuge des britischen Premiumherstellers bieten zwar allerlei sportliche Raffinessen. Im Motorsport selbst, haben die Raubkatzen allerdings relativ wenig mitzureden, wenn man von den zwei eingesetzten Emil Frey GT3 Jaguar absieht. Zwar fahren die zwei Einzelanfertigungen nur vorsichtig mit um die Punkte in der Blancpain GT Series. Ein Augenschmaus sind sie jedoch allemal.2004 sah man Jaguar Racing zuletzt in der Formel 1. Ein wirklich nennenswerter Erfolg liegt nun jedoch bereits über 20 Jahre zurück. 1990 gewannen die Briten das 24h-Rennen von Le Mans und 1992 den Langstreckenklassiker im amerikanischen Daytona.

Auch in der Formel E konnten die Briten in der vergangenen Saison – Jaguar gesellte sich 2016 in die noch recht junge Formelserie – noch nichts wirklich bemerkenswertes zeigen. Ein letzter Platz in der Herstellerwertung war sicherlich nicht das, was man sich beim Eintritt in die inzwischen bei den Herstellern extrem beliebte Formelserie ausgemalt hat.

2018 wird elektrisch

Aber auch im britischen Coventry hat man wohl bemerkt, dass das elektrische Motorsportzeitalter angebrochen ist und die Zukunft wohl den Stromern gehört. Die speziell vorbereiteten Jaguar I-Pace – dem zukünftigen ersten elektrischen Performance-SUV von Jaguar – möchte man ab 2018 im Rahmenprogramm der Formel E die Leistungsfähigkeit des Fahrzeuges unter Beweis stellen und zudem engagierten Nachwuchsfahrern die Möglichkeit geben, ihr Können vorzustellen.

Im Rahmen von zehn Rennen – unter anderem in den Weltmetropolen Hongkong, Paris, Rom, Sau Paolo und New York – werden ab der Saison 2018 bis zu 20 elektrische Rennversionen des I-Pace an den Start gehen. Hergestellt und für den Renneinsatz vorbereitet werden die Fahrzeuge bei Jaguar Land Rover Special Vehicle Operations in Warwickshire.

Stimmen zur IPace-Trophy von Jaguar

Gerd Mäuser (Vorstandsvorsitzender, Jaguar Racing): „Jaguar ist 2016 mit der Mission ‚Race to Innovate‘ in den internationalen Motorsport zurückgekehrt. Mit der Jaguar I-PACE eTROPHY bestärken wir unser Bekenntnis zu elektrischen Antrieben, zum internationalen Rennsport und zur Formel E. Als britisches Team sind wir stolz darauf, heute die weltweit erste Rennserie mit elektrischen Produktionsfahrzeugen aus der Taufe heben zu können. Wir haben immer betont, dass wir unsere elektrischen Technologien auf der Rennstrecke erproben – und dies ist ein weiterer Beleg dafür. Ich freue mich schon Ende 2018 beim ersten Rennen ein volles Feld mit Rennversionen des I-PACE am Start zu sehen. Am Ende wird diese innovative Serie die Weiterentwicklung unserer elektrischen Serienantriebe befruchten und auch unseren Kunden Nutzen bringen. Nachdem wir im letzten Jahr als erste Premium-Marke eingestiegen sind, hat sich die Formel E phantastisch weiterentwickelt. Audi, Mercedes-Benz, BMW und Porsche haben sich seitdem ebenfalls für eine Teilnahme entschieden. Die Jaguar I-PACE eTROPHY wird das Spektakel für die Fans erhöhen und jungen Fahrern als Karriereleiter für einen Aufstieg in die Formel E dienen.“

Alejandro Agag (Gründer und CEO der Formel E): „Jaguar war ein willkommener Neuzugang zur Formel E und ist ein großartiger Verfechter des elektrischen Straßenrennsports. Ich freue mich sehr, dass nun zusätzlich zum Panasonic Jaguar Racing Team für die Formel E, unser Programm aber der 5. Saison um eine sehr attraktive Rennserie ergänzt wird. Die Jaguar I-PACE eTROPHY wird den Fans zwischen den Trainingssitzungen zusätzliche Action bieten. Zugleich ist sie ein weiterer Beleg für die fortschreitende Batterietechnologie und die aufregende elektrische Performance. Ich hoffe, Jaguar wird es mir erlauben, meinen Helm und Rennanzug mitzubringen. Vielleicht setze ich mich dann selbst ans Steuer!“

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Michael Brückner ist seit Jahren begeisterter Motorsportfan und Fotograf. Außerdem sammelt er wissbegierig allerlei Informationen und arbeitet diese dann auf. Warum also nicht alles unter einen Hut bringen und der Welt zur Verfügung stellen. So entstand LSR-Freun.de. Neben der fotografischen und redaktionellen Arbeit kümmert sich Michael auch um die technischen Aspekte des Internetauftritts.
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