Das Ziel war es, eine zukunftssichere Organisation für die Rennen der australischen GT-Meisterschaft zu schaffen. Aus diesem Grund wollten die Supercars-Organisatoren die Australian-GT Series übernehmen.

Die Konföderation des australischen Motorsports (CAMS) hat da jedoch ein Wörtchen mitzureden und wies die Pläne nun zurück. Der Deal hatte zum Inhalt, dass die Supercars-Series zur kommenden Saison zunächst das Management der Australian-GT-Series übernehmen wolle und die Serie nach 5 Jahren in das vollständige Eigentum der Supercars überginge. „Die von Supercars, Australian GT Sportscar Pty Ltd und CAMS angestrebten Bedingungen konnten nicht vereinbart werden. Infolgedessen wird der Joint-Venture-Vorschlag 2018 nicht weiter bearbeitet.“, heißt es dazu von offizieller Seite.

Dennoch wollen sich sowohl die Australian GT Sportscar Pty Ltd als auch die Supercars-Serie zu weiteren „AGT“-Veranstaltungen sowie der Zusammenarbeit bei den „Liqui Moly Bathurst 12-Hour“ verpflichten. Supercars CEO James Warburton bestätigte in einem Interview, dass das Unternehmen weiter mit der australischen GT-Rennserie zusammenarbeiten wolle.

„Es ist sehr enttäuschend, dass der CAMS nicht ganz klar ist, was auch meiner Meinung nach das beste Ergebnis für den australischen Motorsport ist“, sagte James Warburton, CEO von Supercars. „Wir haben eine großartige Beziehung zu Tony Quinn und werden weiterhin mit seinem Team bei der A-GT zusammenarbeiten.“, setzt er zuversichtlich fort. „Wir werden alles daran setzen, GT-Racing im Jahr 2018 und darüber hinaus zu unterstützen und auch den Wachstum und den anhaltenden Erfolg der Bathurst 12 Hour unter unserer Leitung anstreben. […] Ich bin mir sicher, dass Supercars irgendwann in der Zukunft erneut mit der Serie und Tony Quinn auftreten wird.“

CAMS CEO Eugene Arocca hat eine Erklärung veröffentlicht, die die letztendliche Entscheidung erklären soll. Darin heißt es, dass die Supercars und Australian GT Sportscar Pty Ltd. aktuell nicht mehr über die GT-Rennen diskutierten. Weiterhin hebt Arocca hervor, dass CAMS die Rechte an allen FIA GT-Kategorien besitze, darunter GT Sprint, GT Endurance und GT Trophy. Die kommerziellen Rechte zur Verwaltung dieser Kategorien unterlägen einem Category Management Agreement (CMA), das derzeit von Australian GT Sportscar Pty Ltd für jede dieser Klassen eingehalten werde.

Gemäß den aktuellen CMAs, die bis Ende 2020 laufen, erfordert die Übertragung, der Verkauf oder die Erweiterung dieser Rechte die Zustimmung von CAMS, da es sich um ein CAMS-Asset handelt. In Teilen dieser Vorschläge wurden wir gebeten, die derzeitige CMA um weitere drei Jahre zu erweitern ohne kommerzieller Beteiligung der CAMS. „Als Hüter des australischen Motorsports müssen wir unsere Vermögenswerte und die Werte der Meisterschaften schützen!“ fügt Arocca hinzu.

Wie alle Motorsportfans, wolle auch der CAMS die verschiedenen GT-Rennen und Serien wieder erfolgreich kämpfen sehen und werde daher weiterhin mit allen Beteiligten zusammenarbeiten. Zudem sei man überzeugt, dass die Australian-GT viel Potenzial habe, welches nur hervorgehoben werden müsse.

Der Vorschlag der Übernahme resultiert aus dem zurückgehenden Interesse der Australier an den verschiedenen GT-Rennen und sollte bereits im September 2017 durch die führenden Köpfe der Serien Tony Quinn (Australia-GT) und James Warburton (Supercars) unter Fach und Dach gebracht werden. Lediglich die Freigabe des australischen Motorsportverbandes CAMS fehlte zur Neuorganisation. Profitiert von dieser Zusammenkunft hätten vorallem die australische GT-Meisterschaft, die australische Endurance-Meisterschaft (AEC) und die australische GT Trophy-Reihe für ältere GT-Fahrzeuge.

Entsprechend dieser Entscheidung wird die Australian-GT in den kommenden Wochen vor Australian Endurance Championship in Hampton Downs am kommenden Wochenende einen aktualisierten Rennkalender veröffentlichen.

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Michael Brückner ist seit Jahren begeisterter Motorsportfan und Fotograf. Außerdem sammelt er wissbegierig allerlei Informationen und arbeitet diese dann auf. Warum also nicht alles unter einen Hut bringen und der Welt zur Verfügung stellen. So entstand LSR-Freun.de. Neben der fotografischen und redaktionellen Arbeit kümmert sich Michael auch um die technischen Aspekte des Internetauftritts.
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