Foto: Callaway Competition

Callaway Corvette GT3 auf dem Sprung über den großen Teich


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Jahrelang war es nicht möglich, den amerikanischsten Sportwagen der Welt auf „heimischen“ Boden zu bewegen. Nun wagt die Leingartener Callaway Competition GmbH den Sprung.

Verhindert durch den Einsatz von des Cadillac ATS-VR GT3 in der Pirelli World Challenge war es den Corvetten Seitens GM nicht vergönnt, auf dem amerikanischen Kontinent Fuß zu fassen. Man wolle das Cadillac-GT3-Programm nicht stören. Damals musste Callaway ein Abkommen von GM unterzeichnen, das eine GT3-Homologation der Corvette zwar zulässt, jedoch den Einsatz auf dem nordamerikanischen Continent ausschließt.

Der bei Kunden eh schon unbeliebte ATS-VR sollte über Jahre die Fahnen für General Motors in den Wind halten. Cadillacs GT3-Sportwagen wird als einziger von der FIA homologierte GT3-Sportwagen in die Geschichtsbücher eingehen, der nie an Kunden verkauft wurde. Alle Einsätze wurden vom Werk gesteuert. Daher entschied man sich auch vor wenigen Wochen, das Programm aufzugeben. Und hier kommt nun Callaway-Competition ins Spiel. Der Weg für die amerikanische Flunder über den Teich ist frei.

Callaway Competition USA wird ein Paar seiner GT3-homologierten Corvette C7 GT3-Rs in der bevorstehenden Pirelli World Challenge-Saison im Jahr 2018 auf den Asphalt stellen. Entworfen und hergestellt von Callaway Competition, gewann die C7 GT3-R in diesem Jahr in Europa die ADAC GT Masters-Meisterschaft und ist nun für den nordamerikanischen Wettbewerb erhältlich. Damit wird bei bei Ernst Wöhr und Reeves Callaway ein Traum wahr. „Die Teilnahme an der Pirelli World Challenge war für Callaway Competition ein langfristiges Ziel“, sagte Firmengründer Callaway. „Das Feld (der Pirelli World Challenge) zeichnet sich durch die fähigsten Sportwagen aus jedem Land aus. Um hier gut abzuschneiden, muss man die Besten der Welt schlagen. Wie könnte man unser ikonisches amerikanisches Auto besser präsentieren?“

Ausgewählt wurde die Pirelli World Challenge für das Debüt der C7 aufgrund seines SprintX-Formats, das dem ADAC-GT Masters-Format mit zwei Fahrern je Team – die sich die Aufgaben für ein einstündiges Rennen teilen – sehr ähnelt.

„Seit einigen Jahren fragen Fans, wann sie die Callaway Corvette GT3 bei der Pirelli World Challenge sehen werden“, sagte Greg Gill, Präsident und CEO der Pirelli World Challenge. „Das Warten hat nun ein Ende und wir freuen uns sehr, die Ankunft der Callaway Corvette GT3 für die Saison 2018 ankündigen zu können.“

Das Unternehmen gibt aber auch zu Verstehen, dass der Werkseinsatz von Callaway nur ein sehr kurzfristiger sein werde. Bereits 2019 wolle man das Feld den Kundenteams überlassen und diese dann entsprechend unterstützen. „Für 2018 werden wir ein Callaway-Werksteam leiten, um uns die besten Chancen zu geben, den Meisterschaftsrekord der Corvette im internationalen Wettbewerb fortzuführen“, sagte Callaway. „Für 2019 werden wir nicht gegen unsere Kunden antreten, sondern sie in der Tradition anderer Hersteller-Kundensupport-Programme qualitativ hochwertig unterstützen.“

Die Fahrer der C7 GT3 Rs will Callaway dann am 07. Dezember bei der Performance Racing Industry Show in Indianapolis bekannt zu geben.

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Michael Brückner ist seit Jahren begeisterter Motorsportfan und Fotograf. Außerdem sammelt er wissbegierig allerlei Informationen und arbeitet diese dann auf. Warum also nicht alles unter einen Hut bringen und der Welt zur Verfügung stellen. So entstand LSR-Freun.de. Neben der fotografischen und redaktionellen Arbeit kümmert sich Michael auch um die technischen Aspekte des Internetauftritts.
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