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Bentley Motorsport im Angriffsmodus


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Vor wenigen Wochen haben die Briten das Nachfolgemodell des Bentley Continental GT3 vorgestellt. Nun sucht der Hersteller nach neuen Teams.

Sicher, Bentley ist keine Marke wie Audi oder Mercedes, die den Kundensport mit ihren GT3-Modellen geradezu überschwemmen. Bei Bentley orientierte man sich schon immer an Qualität, statt an Quantität. Das ist auch der Grund, warum die Volkswagen-Tochter nur 29 (anfangs waren es gar nur 25) Fahrzeuge auf den GT3-Kundensportmarkt gebracht haben.

Nun möchte Bentley Motorsport jedoch genau den Mittelweg finden. Höchste Qualität und Zuverlässigkeit bei umfangreicheren Stückzahlen. Insgesamt sind aktuell – aufgrund der hohen Nachfrage – bis zu 40 Fahrzeuge der neuen Modellreihe geplant. „Im Hinblick auf den Kundenumsatz haben wir ein anderes Geschäftsmodell“, erklärte Tom Hodgson. „Wir planen nicht, Hunderte wie Audi oder Mercedes zu bauen, weil wir gerne mit jedem Auto in Kontakt bleiben und unseren Kunden einen persönlichen Service bieten wollen. Wir planen also etwa 30 oder 40 zu produzieren und sind zuversichtlich, dass wir dieses Ziel aufgrund des Interesses erreichen können.“

„Wir sind auf der Suche nach mehr Kunden. Wir reden immer mit Menschen und jetzt, wo das neue Auto verfügbar ist, gibt es viel mehr Gespräche, als je zuvor. Wir versuchen proaktiv unsere Kundenbasis zu verbessern.“, sagt der Programmmanager von Bentley Motorsport in Nordamerika und spricht auf die aktuellste Bekanntgabe bei den Kundenteams von Bentley – dem Start von K-PAX Racing in der Pirelli World Challenge – an.

„Die Pirelli World Challenge ist ein Sprintrennen und sie ist gut. Sie ist einfach anzusehen und zu verfolgen. Wir würden uns freuen, wenn ein Kunde auch zu IMSA gehen würde. Aktuell ist da jedoch noch nichts geplant. Aber wir sind der Meinung, dass das Programm mit K-PAX für uns umfangreich ist und auch in absehbarer Zukunft sein wird.“

K-Pax Racing wird die Pirelli World Challenge in der kommenden Saison mit drei aktuellen Continental-GT3 Modellen bewerkstelligen, ehe man dann 2019 mit dem 2018er Modell an den Start gehen will. Für K-Pax ist der Zeitpunkt Mitte 2018 zu knapp bemessen, um das neue Fahrzeug kennen zu lernen.

Bevor Kunden das neue Modell Mitte 2018 bestellen können, wird Bentley und sein werksseitig unterstütztes Team M-Sport, das das Auto im nächsten Jahr vor dem Verkaufsstart einsetzen wird, den Continental GT3 intensiv weiterentwickeln.

„Das neue Auto wird 2018 in Bathurst zu sehen sein. Wir planen, es Anfang nächsten Jahres zu homologieren und es wird dann später im Jahr für Kunden erhältlich sein. M-Sport wird weiterhin das am meisten involvierte Team sein, sie haben einen guten Job gemacht mit dem aktuellen Auto, das bereits 2014 erstzugelassen wurde und hatte seit dem keine Evolutionsversion. Wir hoffen, dass das neue Auto diesem Erfolg in nichts nach steht.“

Ein Team, welches Bentley zukünftig nicht mehr zur Verfügung steht, ist die Mannschaft von Abt Sportsline. Die Kemptener erklärten vor wenigen Tagen kurz und knapp, dass man keinen GT-Sport mehr betreibe.

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Michael Brückner ist seit Jahren begeisterter Motorsportfan und Fotograf. Außerdem sammelt er wissbegierig allerlei Informationen und arbeitet diese dann auf. Warum also nicht alles unter einen Hut bringen und der Welt zur Verfügung stellen. So entstand LSR-Freun.de. Neben der fotografischen und redaktionellen Arbeit kümmert sich Michael auch um die technischen Aspekte des Internetauftritts.
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