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Bathurst 12h 2017: Alles, was Du wissen musst!

In gewohnter Manier gibt es auch hier wieder die wichtigsten Informationen und Hintergründe zum Liqui Moly Bathurst 12hr am Mount Panorama.

Übersicht

Über das Liqui Moly Bathurst 12hr Rennen

Das Liqui Moly Bathurst 12hr ist ein Rennen für GT3- und GT4 Boliden und eingeladene Produktions- oder spezielle Langstrckenfahrzeuge am Mount Panorama in Bathurst New South Wales 200km westlich von Sydney. 2017 findet das 16. 12h-Rennen vom 03. bis 05. Februar statt. Inzwischen ist das Liqui Moly Bathurst 12hr ein weltweit anerkanntes und eines der bedeutendsten Rennen für GT-Fahrzeuge, neben den Klassikern wie dem 24h-Rennen von Spa-Francorchamps oder dem ADAC-Zurich 24h-Rennen am Nürburgring.

Geschichte des Liqui Moly Bathurst 12hr

Organisator des 12h-Spektakels ist seit 2016 die Intercontinental GT Challenge unter dem Dach der SRO, rund um Stephane Ratel, der auch die 12h von Sepang und das 24h-Rennen von Spa-Francorchamps zu verantworten hat. Seinen Ursprung hat das 12h-Rennen im Jahr 1990. Der damalige Promoter Vincent Tesoriero sah den Niedergang der Gruppe-A Fahrzeuge voraus und wollte eine Parallelveranstaltung für GT-Fahrzeuge zum damaligen Bathurst 1000 ins Leben rufen. 1991 fand die erste Ausgabe des Bergrennens statt. Gewonnen haben damals die Australier Nigel Arkell, Peter Fitzgerald und Allan Grice auf einem Gebrauchtfahrzeug. 1992 stiegen bereits die ersten Werksteams in das Spektakel ein. Neben Herstellern wie Mazda, Holden, Citroën und Peugeot befand sich ab 1993 auch Porsche mit ein. Honda, Nissan, Maserati, BMW und Lotus waren ebenfalls vertreten, aber nicht als werksunterstützte Teams. Mazda sollte die Rennen der nächsten 4 Jahre so sehr dominieren, dass sie 4 Siege in Folge einfuhren. Mit 4 Gesamtsiegen hält Mazda mit dem RX-7 bis heute den Rekord. 1995 wurde das Rennen aufgrund der immer größer werdenden Kosten nach Sydney auf den Eastern Creek Raceway verlegt, bevor es 1996 komplett eingestellt wurde.
2002 und 2003 versuchte man das Rennen mit dem Bathurst 24h-Rennen wiederzubeleben, nachdem es Down Under keine nennenswerten Langstreckenrennen mehr gab. Bereits nach zwei Jahren gab der Verantwortliche Ross Palmer die Veranstaltung wieder auf. Aufgrund steigender Kosten.

2007 versuchte man erneut das Bathurst 12h-Rennen wiederzubeleben. Im Rahmen des Bathurst Motorsport – Festival, mit dem ursprünglichen Reglement – als ein Rennen mit großer Serienwagennähe. 2007 zählte man 32 eingetragene Teams und Fahrzeuge für den Berglauf. Gewonnen hat damals Garry Holt, Paul Morris und Craig Baird auf einem BMW 335i. Jahr für Jahr sollten sich nun mehr Teilnehmer melden, sodass man 2009 einen Rekord von 49 Fahrzeugen zählte. 2010 – dem Jahr mit der letzten strengen Serienwagenreglementierung – zählte man 42 Teilnehmer. Die Veranstaltung selbst wurde von Jahr zu Jahr größer und ein immer festerer Teil des australischen Rennkalenders, zusammen mit dem Clipsal500 und dem Grand Prix von Australien.

2011 war das Jahr der GT3-Premiere. Zum ersten Mal seit der Neugründung durften nun die bis heute stark vertretenen Gran-Turismo-Boliden ihre Runden auf der inzwischen Traditionsstrecke drehen. Trotzdem sank die Zahl der Teilnehmer, weil viele der Teams der Produktionswagenklasse infolge der GT3-Teilnahme absagten.
2011 führen insgesamt 26 Fahrzeuge auf der Strecke, von denen lediglich 8 der Produktionswagenklasse angehörten. Angesichts der Starterzahl von 42 Fahrzeugen in 2010 ein enormer Rückschritt. Das deutsche Prototypen-Team Joest-Racing, dominierte damals das Rennen mit zwei Audi R8 LMS GT3, mit einer Runde Vorsprung vor dem drittplatzierten Porsche. 2012 dann der Tiefpunkt in der Teilnehmerzahl: 25 startberechtigte Fahrzeuge. Und wieder sollte Audi am Mount Panorama dominieren. Dieses mal jedoch mit dem am Nürburgring ansässigen DTM- und FIA-GT1-Team Phoenix Racing. Diese Dominanz sollte die Konkurrenz aufwecken.
Denn 2013 stieg die Teilnehmerzahl rapide um das doppelte auf 50 Fahrzeuge an. Erebus-Motorsport war damals das erste australische Team, das bei dem unter dem GT-Reglement stehendem Spektakel gewann. Im Einsatz damals waren die deutschen Fahrer Bernd Schneider, Thomas Jäger und Alexander Roloff im Mercedes Benz SLS AMG. 2014 gewannen John Bowe, Peter Edwards, Craig Lowndes und Mika Salo auf einem Ferrari 458 GT3 von Maranello Motorsport. 2015 war das Jahr der Nissan-Youngsters mit Katsumasa Chiyo, Wolfgang Reip und dem GT-Academy Gewinner Florian Strauss auf einem Nissan GT-R NISMO GT3. Für McLaren fuhren 2016 Álvaro Parente, Shane van Gisbergen und Jonathon Webb im Namen von Tekno Autosports auf einem McLaren 650S GT3 ein.

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Michael Brückner ist seit Jahren begeisterter Motorsportfan und Fotograf. Außerdem sammelt er wissbegierig allerlei Informationen und arbeitet diese dann auf. Warum also nicht alles unter einen Hut bringen und der Welt zur Verfügung stellen. So entstand LSR-Freun.de. Neben der fotografischen und redaktionellen Arbeit kümmert sich Michael auch um die technischen Aspekte des Internetauftritts.
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